Museumshäppli

Konrad Corradi: Säntis mit Altmann, Seealpsee und Senn mit Ziegen

«…bis mich die Nacht wegtrieb»

Dies schrieb der Landschaftsmaler und Kleinmeister Konrad Corradi 1851 aus dem idyllischen Heiden in seinen Heimatkanton Thurgau. Ein neues Phänomen – der Tourismus – hatte in der Schweiz Einzug gehalten und beeinflusste Leben und Schaffen des Malers. Mehr erfahren Sie im «Museumshäppli» von Kunsthistorikerin Margrit Früh am Donnerstag, 29. August 2013, um 12.30 Uhr im Schloss Frauenfeld.

Wurden die Alpen um 1755 noch als «krankhafter und unnatürlicher Auswuchs der Erdoberfläche» verunglimpft – galten sie schon bald als erforschenswert und ursprünglich schön. Die Zahl der ausländischen Reisenden nahm stetig zu und Bilder aus der Schweizer Bergwelt und Ansichten von Städten und Ferienorten wurden äusserst beliebt. Die Fotografie war noch nicht erfunden, und so spezialisierten sich Maler auf die Anfertigung solcher Souvenirs – die Schöpfer dieser kleinformatigen Bildwerke wurden oftmals «Kleinmeister» genannt.

So auch Konrad Corradi (1813–1878). Geboren und aufgewachsen in Oberneunforn liess er sich bei Heinrich Uster in Feuerthalen während sechs Jahren zum Landschaftsmaler ausbilden. Anfänglich war er als freischaffender Ansichtenmaler tätig, später führte er Aufträge für verschiedene Verlage aus. Margrit Früh beleuchtet sein Leben aus verschiedenen Blickwinkeln und stellt ausgewählte Werke aus den Beständen des Historischen Museums Thurgau vor.

Das August-Museumshäppli ist zugleich eine Veranstaltung anlässlich der Ausstellung zu Konrad Corradi im Wöschhüüsli zu Ehren seines 200. Geburtstages.

Treffpunkt ist am Donnerstag, 29. August 2013, um 12.30 Uhr im Schloss Frauenfeld. Die Führung kann gratis und ohne Voranmeldung besucht werden.